MUTAUSBRUCH - Der Zukunftspodcast von trainconsulting

Lothar Wenzl und Tom Rottenberger ergründen die Visionen von Changemaker*innen und Zukunftsgestalter*innen.

#04 - Moritz Birk von Amnesty International über Mut zur Stille

Eine Podcast-Einladung zu ein paar Momenten Achtsamkeit.

Moritz Birk, Advocacy and Research Director bei Amnesty International, befasst sich seit mehr als zwanzig Jahren mit Zen-Buddhismus. In dieser Sonderausgabe des Trainconsulting-Podcast MUTZURSTILLE spricht Tom Rottenberg mit ihm über die Wirkung von Achtsamkeits-Übungen und den Zusammenhang von Mindfulness mit Führung. Still zu sein ist mutig. Achtsamkeit bedeutet, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und bewusst auf Wertungen zu verzichten. Klingt einfach, ist es aber für viele von uns nicht. Für die ganz Mutigen gibt es am Ende noch eine kleine Übung in Achtsamkeit – eine angeleitete Meditation für Stille und Ruhe, Runterkommen und Besinnung.



 

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Sprechen wir über Mutiges und Mutmachendes!

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#01 Marie Ringler - wie Sozialunternehmer*innen die Welt verändern

Marie Ringler erzählt in Folge 1 von MUTAUSBRUCH, was ihre international als „Goldstandard“ des Empowerments geltende Organisation genau tut – und gemeinsam mit Lothar Wenzl entdeckt sie dabei immer wieder Parallelen zwischen den Denk- und Herangehensweisen Ashokas und der Mut-Definition des trainconsulting Geschäftsführers.

 

 

Alle Folgen im Überblick

#03 Dieter Rappold von Speedinvest Pirates über den Mut zu scheitern

Dieter Rappold, einer der bekanntesten Namen der heimischen Startup-Unterstützungsszene ist Gründer und CEO der Speedinvest Pirates. Mit Lothar Wenzl diskutiert er in dieser Folge von MUTAUSBRUCH – dem Zukunftspodcast von trainconsulting – über den Mut zu scheitern, die Lust auf Fehler und darüber, wie Unternehmer*innen die Welt verändern (können).


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Veränderung durch schöpferische Zerstörung

Unternehmen sind beharrlich. Lange eingeübte Muster und Strukturen sind nicht leicht zu verändern.

Es braucht Krisen, Disruption, Dringlichkeit, damit Unternehmen bzw. Unternehmer*innen Veränderung entschlossen angehen können, so die Meinung von Dieter Rappold. Und bezieht sich dabei auf Joseph Schumpeters Theorie der „schöpferischen Zerstörung“.

Nun, die Krise ist da. Vielmehr, Krisen und Disruptionen sind da, und damit Dringlichkeit. Um nur ein paar zu nennen: Klimawandel, Ressourcen- und Fachkräftemangel, Digitalisierung … Es ist Zeit für disruptive Innovationen. Jedoch, von wem gehen diese Innovationen aus? Braucht es politische Regulierung oder mutige Unternehmer*innen?

Dieter Rappold sieht den Hebel ganz eindeutig bei den Unternehmer*innen. Es gäbe dafür Kapital im Überfluss und dieses müsse nutzbar gemacht werden (siehe auch https://hbr.org/2017/03/strategy-in-the-age-of-superabundant-capital). „Ist dies eine Absage an politische Steuerungsinstrumente und an die Demokratie?“, fragt Lothar Wenzl. Er stimmt Dieter Rappold zwar zu, dass Unternehmen eine Vorreiterrolle einnehmen und damit der Politik z.T. weit voraus sind. Gleichzeitig sieht Wenzl aber auch, dass das auf Dauer nicht so bleiben könne. Es brauche politische Institutionen, die auch durch Regulierungen Sorge tragen, dass das ökonomische Spiel in einem sinnvollen Rahmen geschehe. Genau dort brauche es Mut, um voranzugehen und Dinge zu bewegen.

Geld – Mittel zum Zweck oder Selbstzweck?

Wenn wir den neoliberalen Zugang nutzen und Geld sinnvoll für eine bessere Welt einsetzen würden, könnten wir viel bewegen, so Wenzl. Dieter Rappold stimmt zu: Geld sei kein Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck mit Gestaltungswillen einzusetzen. Im Startup-Bereich sei ganz klar, dass der Gewinn nicht das Ziel sei, sondern der Nebeneffekt einer Aufgabe mit „Purpose“ und eines Problems, das gelöst wird.

Erfolg durch Scheitern

Innovative Ideen umsetzen, das ist fast unmöglich ohne Trial-and-Error, ohne auch ein Scheitern in Kauf zu nehmen. Spannend nur, dass im (europäischen) Unternehmer*innentum Scheitern so negativ bewertet ist. Die obligatorische Frage, wie viel Kraft und Energie es brauche, um sich nach einem Scheitern immer wieder aufzurappeln, ist eine zutiefst österreichische, meint Rappold. Scheitern sei hier immer mit Scham besetzt. Wäre das Scheitern stattdessen mit Lust am Lernen und Weiterentwicklung besetzt, würde man sich auf den Schritt danach freuen.

Im organisationalen Kontext sprechen wir von „Fehlerkultur“. Ein „Fehler“ ist eine Konstruktion, eine Bewertung, die man auch anders aufladen könnte: eine Abweichung von etwas, das man sich vorgestellt hat. Das kann besser sein als meine Vorstellung, oder schlechter. Aber es ist eben nur eine Abweichung, schließt Wenzl.

 

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Lothar Wenzl

Lothar Wenzl

Geschäftsführender Gesellschafter von trainconsulting. Systemischer Organisationsberater in den Bereichen Strategieentwicklung, Führung und Organisationsdesign. Langjährige Führungserfahrung in internationalen Konzernen.

#00 Lothar Wenzl - der Gastgeber über Mut, Berufspessimisten und Veränderung, die es braucht

In der „Folge Null“ erklärt Gastgeber Lothar Wenzl seinem Co-Moderator, dem Journalisten Tom Rottenberg, was ihn und sein Unternehmen trainconsulting motiviert, diese Gesprächsreihe zu initiieren. Wieso es Mut braucht, an eine gute Zukunft und Veränderung zum Besseren zu glauben, woher er selbst diese Courage nimmt, warum er überzeugt ist, dass Mut ansteckend ist – und wie er deshalb andere ermutigen möchte,  nicht bloß „auf-“ sondern eben „aus-“ zubrechen.

 

 

Alle Folgen im Überblick

#02 Geschäftsmodell Tod - wie die Wiener Friedhöfe vom Sterben leben

Lebensraum Friedhof - Renate Niklas, die Geschäftsführerin der Wiener Friedhöfe philosophiert mit Lothar Wenzl von trainconsulting über das Aufbrechen von Tabus rund um und auf den Friedhöfen der Stadt. 

Friedhöfe sind nämlich, neben wertvollen und oft wunderschönen Kultur-, Natur-& Erinnerungsräumen, schließlich auch Wirtschaftsbetriebe.
Die Gratwanderung zwischen Pietät und Betriebsergebnis, das Balancieren zwischen Kundenservice und Kostenwahrheit ist spannend - auch und vor allem weil es Mut braucht, in diesem Umfeld das, was man „immer schon so gemacht“ hat, zu hinterfragen und aufzubrechen.

 

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